| Vivid Curls |
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Die Geschichte der Vivid Curls – oder wie alles begann... Im idyllischen und verträumten Ort Wiggensbach liegen die Wurzeln zweier Musikerinnen, die sich mittlerweile auch als Botschafterinnen des Allgäus sehen. Die Rede ist von den "Vivid Curls". Inka Kuchler, die am 1.3.1977 in Kempten geboren wurde und Irene Schindele, die am 19.10.1980 in München das Licht der Welt erblickte, sind beide in Wiggensbach, einem Dorf bei Kempten, aufgewachsen.? Lange Zeit kannten sie sich allerdings gar nicht, sondern kamen erst nach etlichen Jahren durch einen heiteren Zufall ins Gespräch. Da sich die beiden jungen Frauen mit ihrer wehenden Lockenpracht so ähnlich sahen, wurden sie in ihrem Heimatort nämlich oft mit dem falschen Namen angesprochen. Diese Verwechslung war auch der Einstieg in das erste Gespräch von Inka und Irene. "Wir waren uns am ersten Tag sofort sympathisch und haben gemerkt, dass wir den gleichen Musikgeschmack haben", erzählen die beiden Künstlerinnen, die ihre Leidenschaft bereits früh entdeckten. "Musik war schon immer meine Welt und hat mir auch am meisten Spaß gemacht", erzählt Irene, die aus einer musikalischen Familie stammt. Von den Eltern über die Tante bis hin zum Opa brachte jedes ihrer Familienmitglieder durch Singen oder Gitarrespielen Musik in ihr Leben. Da Lieder für Irene auch ein Ausdruck von Lebensfreude sind, war sie Mitglied des Schulchors, begann im Alter von neun Jahren Gitarre zu spielen und nahm ab ihrem sechzehnten Lebensjahr unter anderem bei Rupert Volz klassischen Gesangsunterricht. "Er ist ein toller Lehrer, der mir sehr viel beigebracht hat", schwärmt Irene und erklärt, dass vor allem entscheidend sei, wie ein Lehrer an den Gesangsunterricht herangehe. Um seine Schüler dazu zu bringen, aus sich herauszugehen, erfordere es ein gutes Händchen und genau dieses Einfühlungsvermögen habe Rupert Volz. Das kann Inka bestätigen, die ebenfalls vom gleichen Lehrer unterrichtet wurde. Auch sie begeisterte sich bereits in jungen Jahren für Musik und wollte schon als kleines Mädchen Sängerin werden. "Die Musik steckt ganz tief in mir drin und es vergehen bei uns beiden nicht viele Tage, an denen wir nicht singen", beschreibt Inka ihre Beziehung zur Musik. Mit dem Gitarrenspiel begann sie allerdings erst im Alter von 27 Jahren, "als die Zeit für eigene Songs reif war." Während Irene sich mit 18 einen Traum erfüllte und einige Jahre in einer Rock-Cover-Band spielte, machte Inka ihre ersten Bühnenerfahrungen mit einer Gruppe, die im Funk, HipHop und Jazz beheimatet war. Nachdem sich die beiden Musikerinnen erst einmal kennen gelernt hatten, war der Entschluss gemeinsam aufzutreten schnell gefasst. Irene und Inka sehen sich nämlich nicht nur sehr ähnlich, sonder haben auch annähernden denselben Musikgeschmack. Also fingen sie 2002 an, gemeinsam zu proben. Allerdings konzentrierten sie sich bei ihrem Vorhaben nicht auf Konzerte vor zahlendem Publikum, sondern wollten in ihrem Urlaub quer durch Europa reisen und dabei Straßenmusik machen. Bevor sie dieses Vorhaben in die Tat umsetzen konnten, hatten sie im Februar 2003 allerdings schon das erste Angebot für einen Auftritt. Dieses Konzert in familiärem Rahmen bescherte den "Vivid Curls" so viel Freude, dass sie gleich danach ihr ganzes Geld in eine eigene Musikanlage investierten. "Uns war schon sehr früh klar, dass das unser Weg ist", begründen die beiden ihre mutige Entscheidung. Sie geben zwar zu, dass auch eine gewisse Verrücktheit dazu gehöre, bereuen ihren Entschluss aber keineswegs. Denn mittlerweile sind Inka Kuchler und Irene Schindele als "Vivid Curls" im Allgäu zu einer festen musikalischen Größe geworden, die die Fans nicht mehr missen möchten. Mit ihrem Weihnachtslied "Christkind flieg", das sogar von Radiosendern aus Berlin, Brandenburg und Belgien gespielt wurde, haben sie deutschlandweit Anklang gefunden. Anfangs probierten die beiden Künstlerinnen noch viel aus, boten bei ihren Konzerten mit Liedern von Melissa Etheridge, Alanis Morisette oder den Beatles meist englische Pop- und Rock-Coversongs und behandelten ihre eigenen Stücke oft stiefmütterlich. Inzwischen setzen die "Vivid Curls" aber zunehmend auf ihre Eigenkompositionen. Die "Vivid Curls" singen ihre Lieder auch nahezu ausschließlich im Allgäuer Dialekt. "Das ist die Sprache, die wir am leichtesten sprechen, daher entstehen in ihr auch die persönlichsten Texte", begründen die Künstlerinnen diese Veränderung. Zudem fühlen sie sich der Allgäuer Mentalität verbunden, sehen den Dialekt als etwas Wertvolles an und möchten dazu beitragen, dass dieses Kulturgut erhalten bleibt. "Das Allgäu ist ein besonderer Fleck und wir möchten mit unseren Auftritten auch die Musikvielfalt aus unserer Heimat repräsentieren", erzählen die "Vivid Curls". Ihrem musikalischen Stil sind Inka und Irene aber dennoch treu geblieben. Die "Vivid Curls" bieten weiterhin ehrliche und harmonische Stücke aus dem Pop- und Rock-Bereich, nur eben mit Allgäuer Texten kombiniert. |